Land unter e. V.
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Aktuelles 2011

Schäferblog 2011




 

28. November    
Heute ist im Tierpark Nordhorn das neue Buch "Das Bentheimer Landschaf - Geschichte und Zukunft einer Nutztierrasse" vorgestellt worden. Zu der Veranstaltung kamen rund 30 Interessierte und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Kulturbetrieb. Außerdem waren auch einige Schäfer der Einladung gefolgt. Außerdem weisen wir gerne darauf hin, dass es nun auch das passende Lesezeichen für das Buch gibt. Mehr dazu unter www.bentheimer-filz.de.
www.bentheimer-filz.de


Hier schon mal die Pressemitteilung zum Thema:

Langsteert taucht auf
Wie das Bentheimer Landschaf in die Welt kam - Neues Buch über nordwestdeutsche Agrargeschichte

Das Buch "Das Bentheimer Landschaf - Geschichte und Zukunft einer alten Nutztierrasse" hat der Meppener Journalist Tobias Böckermann veröffentlicht. Auf 124 Seiten beschreibt der Redakteur der Neuen Osnabrücker Zeitung, wie das Schaf mit dem Charakterkopf vor gut 200 Jahren entstanden ist.
Mit dem Bürgermeister der Stadt Nordhorn, Thomas Berling, verbindet Böckermann das Engagement für dieses Schaf - beide sind auch Züchter. Fünf Jahre lang haben sie Akten und alte Bücher gewälzt, Zuchtgeschichten recherchiert und sowohl in Deutschland als auch in Holland Nachforschungen angestellt - mit Unterstützung von rund einem Dutzend Schäfer, Historiker oder sonstigen Sachkundigen.
Wichtigste Erkenntnisse: Das Bentheimer Schaf wurde 1864 erstmals erwähnt - rund 50 Jahre früher als bisher angenommen. Es war schon im 19. Jahrhundert in Frankreich und Holland als Schlachttier gefragt und hat im Laufe der Jahrzehnte aufgrund seiner besseren Leistungen die dominierende Heidschnucke im Emsland und in der Grafschaft verdrängt.
Mit dem Schoonebeeker Schaf ist in den benachbarten Niederlanden eine genetisch weitgehend identische Schwesterrasse entstanden - beide Schafe dürften nach Erkenntnissen des Autors zeitgleich die Heiden und Moore der Grenzregion erobert haben. Das Bentheimer Schaf wurde erstmals in einer Region um Neuenhaus in der Grafschaft als solches benannt.
Mit der Kultivierung von Heiden und Mooren wurden Bentheimer allerdings immer seltener gebraucht - sie standen 1970 vor dem Aussterben. Damals hielten nur noch drei emsländische Züchter die im Volksmund früher Langsteert genannte Rasse im Herdbuch. Die Entwicklung von damals nur 50 Zuchttieren bis zum heutigen Bestand von 2300 Zucht- und rund 10000 Gebrauchstieren deutschlandweit ist engagierten Menschen zu verdanken. Vor allem hat man die hervorragende Eignung der Rasse für die Landschaftspflege erkannt.
Das Buch porträtiert neun Züchter aus mehreren Bundesländern, darunter die Erhaltungszüchter. Es beschreibt die Vorteile der Bentheimer und gibt Tipps für die Landschaftspflege und erläutert, durch welche ökologischen Besonderheiten sich die Heide auszeichnet. Außerdem wirft es einen intensiven Blick auf die Agrargeschichte des 19. Jahrhunderts und erläutert, wie die Heide entstanden ist und wie die Menschen durch den Export von Wolle und Strickzeug oder durch den Schafdung von ihren Tieren profitierten. Ein Serviceteil nennt wichtige Adressen.
"Das Bentheimer Landschaf - Geschichte und Zukunft einer alten Nutztierrasse" umfasst 124 Seiten und enthält 82 Farb- und 30 historische Schwarzweißfotos, dazu etwa ein halbes Dutzend Karten, Grafiken und Zeichnungen. Es ist im Verlag der Emsländischen Landschaft e.V. (Sögel) unter der ISBN-Nummer 978-3-925034-45-9 erschienen, kostet 14,60 Euro und ist im Buchhandel oder über diese Internetseite erhältlich.

  

 

10. November    
Der Bau eines Weideunterstandes im NSG Mansenberge in Berßen schreitet voran. Die Mitarbeiter der Emsländischen Service-Agentur für Beschäftigung haben ein sehr schönes Gebäude vorgefertigt, das nun aufgestellt wird. Es soll in strengen Wintern als Rückzugsmöglichkeit für die Schafe dienen. Gefördert wird der Bau von der Emsländischen Umweltstiftung.
 

 




 
19. Oktober    
Ende November, ein paar Tage vor dem 1. Advent, wird das erste Buch über das Bentheimer Landschaf erscheinen. Wir möchten schon jetzt darauf hinweisen. Enthalten ist unter anderem die Geschichte dieser Schafrasse - deren Existenz durch die Forschungen zu dem Buch schon für den Beginn des 19. Jahrhunderts festgestellt werden konnte. Außerdem erzählt das Buch, warum die Heide so bedeutsam war für die Entstehung dieses Schafes und berichtet über zehn Schäfer aus ganz Deutschland, die Bentheimer Schafe halten.

 
10. Oktober    
Vor genau 75 Jahren sind die Mansenberge bei Berßen unter Naturschutz gestellt worden. Die Hügelgräberheide wurde damals allerdings weniger wegen der Heide unter Schutz gestellt - sie gab es 1936 noch in viel größerem Umfang als heute und sie galt keineswegs als schutzwürdig. Den Behörden ging es damals vielmehr um die Grabhügel, zu deren Schutz als Kulturgut auch das Naturschutzgesetz herhalten konnte. Die Mansenberge waren seit jeher Schafweide, wurden aber spätestens seit etwa seit 1970 nicht mehr beweidet. Dies erfolgte erst wieder durch das Engagement unseres Vereins und zwar erstmals am 1. April 1995. Seitdem ist der Verein Land Unter e.V. ununterbrochen Pächter des Naturschutzgebietes. Gemeinsam mit dem Landkreis Emsland ist aus einem Birkenwäldchen seitdemwieder eine Heide geworden.




 
29. September    
Heute hat Michael Gertenbach vom Landesschafzuchtverband Weser-Ems aus Oldenburg unseren Nachwuchs ins Herdbuch aufgenommen. 25 Tiere standen zur Begutachtung an und die Noten fielen ganz gut aus. Bewertet wird, ob die Wolle in Ordnung ist (bei Bentheimern sollte sie flach abfallen und nicht gewellt sein oder gar Locken werfen. Aber von diesem Typ gibt es nicht mehr viele), wie gut die Tiere bemuskelt sind und wie die äußere Erscheinung ist. Zu letzterem gehört auch das Fundament, also die Beinstellung oder ob der Rücken gerade ist. Nicht zuletzt spielt das typische Bentheimer-Gesicht eine Rolle - mit Zeichnung im Gesicht und Ramsnase.

 
4. September    
An dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf unsere Heideführung am Sonntag, dem 4. September. Um 15 Uhr treffen wir uns in Berßen an der Hügelgräberheide bzw. um 14.30 Uhr am Bahnhof Meppen, wo der NABU, der die Führung in sein Programm aufgenommen hat, eine Fahrgemeinschaft bilden wird. Kontakt: Tobias Böckermann und Carsten Marien (Tel.: 0176 - 77 18 45 35).


 
4. September    
An der Führung durch die blühenden Mansenberge haben zehn Personen teilgenommen. Geboten bekamen sie in diesem Jahr eine duftende Blütenpracht wie sie nur bei feuchtwarmem Wetter zu erleben ist.


 
8. August    
Von oben betrachtet sieht die Welt ganz anders aus. Deshalb haben wir in diesem Jahr erstmals Luftbilder vom Heidesee angefertigt. Trotz des erneuten Auftretens des Heideblattkäfers und deutlicher Schädigungen in einigen Bereichen blüht die Heide prächtig.
 
 
 
 




 
23. Juli    
Erstmals konnten wir am Heidesee den Pillenfarn nachweisen, eine Pflanze der Heideweihergesellschaften. Er wächst an zwei Standorten und bedeckt insgesamt rund 3-4 Quadratmeter. Die Pflanze ist auf wechselnden Wasserstand und nährstoffarmes Wasser angewiesen. Er steht auf der Roten Liste und wurde vermutlich durch Wasservögel in den See getragen.
Auf einer im vergangenen Jahr auf dem Hümmling abgeplaggten Heidefläche keimen in diesem Jahr Hunderte junge Heidepflanzen. In ein paar Jahreen dürfte die Fläche "Am Wiesengrund" wieder purpur blühen. Hingewiesen sei schon jetzt auf unsere Führung durch die Mansenberge am ersten September-Sonntag. Der Regen der vergangenen Wochen verspricht eine schöne Heideblüte. Der Biber hat sich auch einmal an den See gewagt und eine der wenigen Birken durchgeknabbert.
 
 
 
 




 
6. Juli    
Am Heidesee blüht der Gemeine Igelschlauch, eine sehr seltene Heideweiherblume. 2008 konnten wir erstmals rund 30 Exemplare zählen, 2009 waren es 60, 2010 110 und in diesem Jahr 260 blühende Pflanzen.
Derzeit fliegen Blaupfeil und Große Königslibelle, erfolgreiche gebrütet haben erstmals zwei Nilgänse, die sechs Junge führen. Die Art breitet sich als Neozoon immer weiter aus. Auch Reiherenten und Zwergtaucher waren erfolgreich im Brutgeschäft, dazu viele Schwarzkehlchen.


 
23. Mai    
Für den Naturpark Moor und seinen Naturpark-Triathlon haben wir eine Führung am Heidesee veranstaltet. Rund 30 Personen haben an der kombinierten Rad-/Wandertour teilgenommen.
Erstmals scheint die auffällig gelbe Schafstelze am Heidesee zu brüten. Sie ist nicht ausgesprochen selten, passt aber vom Namen her sehr gut zu unserer Weide. Tatsächlich jagd sie gerne Mücken und andere Kleininsekten, die von Weidetieren aufgescheucht werden.

 
 
 
 



 
22. April    
Die Ablammung ist fast beendet. Rund 30 Lämmer sind schon da. Auf den Mansenbergen blüht der Englische Ginster, eine inzwischen selten gewordene Ginterart, die sich mit Stacheln gegen das Gefressenwerden wehrt und deshalb bevorzugt in Heiden vorkommt. Am Heidesee ist der Kuckuck wieder eingetroffen.




 
8. April    
Die Ablammung hat begonnen. Mehr als ein Dutzend Lämmer sind schon da.
Gleichzeitig kehren auch viele Tiere zurück. Der in Deutschland sehr seltene Steinschmätzer zieht wie in den Vorjahren am Heidesee durch, der Feldsandlaufkäfer ist bei warmem Wetter auf der Suche nach Beute. Ein Silberreiher sucht regelmäßig noch nach Beute, die Grasfrösche haben gelaicht, ein Schwarzmilan ist durchgezogen.

 
 
 
 
 
 





 
26. März    
Am Versener Heidesee verläuft quer zum Nordende des NSG ein naturnah gestalteter Entwässerungsgraben, der aus dem Wesuweer Moor kommt. Dort haben wir nun erstmals deutliche Verbissspuren des Bibers festgestellt.

 
 






 
12. März    
Sehr gute Resonanz hat unsere 15. Generalversammlung im Kossehof gefunden. Mehr als 30 Vereinsmitglieder waren beim offiziellen Teil dabei, beim anschließenden Essen - zählt man die vielen Kinder mit - waren es rund 50. Es gab Grünkohl mit Bratkartoffeln, dazu Mettwurst vom Bentheimer Landschaf und Salami, ebenfalls von unseren Tieren. Unser Dank gilt Christine Gößling-Preuß für die Bereitsstellung des Kossehofes und die Vorbereitungen und natürlich ihrer Schwester Dette Gels für das köstliche Essen.

 
 
 
 






 
5. März    
Ein Erfahrungsaustausch hat einige Züchter des Bentheimer Landschafes aus der Grafschaft Bentheim, dem Emsland und Nordrhein-Westfalen in die benachbarten Niederlande geführt. In der Provinz Gelderland stand der Besuch mehrerer Herden des Schoonebeeker Schafes und damit einer Art Zwillingsschwester der Bentheimer, auf dem Programm. Beide Rassen verbindet eine gemeinsame Zuchtgeschichte, die bei dem Treffen intensiv diskutiert wurde. Hier gibt es noch Forschungsbedarf. Die Schoonebeeker von heute sind deutlich dunkler als die Bentheimer.

 
 
 
 






 
25. Februar    
Am Freitag, dem 11. März 2011, um 18.30 Uhr, im Kossehof, Meppen. In diesem Jahr findet die Versammlung wieder im zeitigen Frühjahr statt. Nach dem offiziellen Teil gibt es ein Abendessen, das zur Jahrzeszeit passt.
Wer schon absehen kann, dass er/sie an dem Essen teilnimmt, der melde bitte sich bis spätestens zum 5. März bei einem unserer Vorstandsmitglieder oder per E-Mail unter: land-unter@bentheimer-landschaf.de an.
Schon jetzt wollen wir darauf hinweisen, dass in diesem Jahr mehrere Führungen stattfinden. Am Sonntag, dem 22. Mai, veranstaltet der Internationale Naturpark Moor am Heimathaus Versen einen Triathlon für die ganze Familie. Dabei gibt es vormittags und nachmittags je eine Tour mit dem Bus, einen Radtour und eine Wanderung in den Naturpark. Eine der Radtouren führt am Vormittag vom Heimathaus zum Heidesee, der zum Naturparkgehört.




 
7. Januar    
In diesem Jahr wird es wieder gemeinsam mit dem NABU eine Führung in die Mansenberge geben - passend zur Heideblüte. Auch eine Führung an den Heidesee wird es vorraussichtlich geben.



 

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