Land unter e. V.
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Aktuelles 2013

Schäferblog 2013

 

27. Dezember    
Die Projektgruppe Naturschutz des Naturschutzbundes Meppen hat die Entkusselung der Orchideenfläche im Bourtanger Moor abgeschlossen. Dort geht es um den Erhalt von mehreren seltenen Orchideenarten, die durch aufkommende Gehölze verdrängt wurden. Wir hoffen,dass Beweidung und Entkusselung den schönen Blumen helfen werden.

Am 12. Januar veranstalten wir nach vielen Jahren der Pause wieder ein Kaffeetrinken im Schafstall. Alle Mitglieder samt Familien und Freunde sind eingeladen. Beginn ist um 14 Uhr.

 


 



 
17. November    
Die Staatliche Moorverwaltung hat einen Teil der Flächen am Versener Heidesee gemäht. Zum Einsatz kam ein Spezialgerät hinter einem Schlepper, mit dem in 15 Zentimeter Höhe gemäht werden konnte. So treibt die Heide schneller wieder aus - das ist jedenfalls der Plan. Gleichzeitig konnten Birkenschösslinge geschwächt werden.
Gleichzeitig ist unser Zuchtbock noch im Einsatz. Auf dem Foto hat er sich ein paar der 40 Schafe zu einem kleinen Harem versammelt.

 
 
 
 


 
10. November    
Wir haben inzwischen unsere überzähligen Zucht- und Schlachttiere weitgehend verkauft und den Bock in die Herde gebracht. In fünf Monaten gibt es dann hoffentlich reichlich Nachwuchs. Der Schafzuchtverband hat vor einigen Tagen unsere Schafe, die in die Zucht gehen sollen, ins Herdbuch aufgenommen, die Lämmer aus diesem Jahr stehen erstmals für drei Wochen vor dem Winter noch auf einer Grasweide.

 
 


 
17. September    
Seit einigen Tagen läuft ein neues Beweidungsprojekt zum Schutz von Orchideen. Der Landkreis Emsland hat für uns eine Fläche eingezäunt, auf der in diesem Jahr mehr als 1300 Exemplare des Gefleckten und des Übersehenen Knabenkrautes geblüht haben. Die rund einen Hektar große Fläche droht zu verbuschen und muss deshalb beweidet werden. Hier kommt auch die Kreuzotter vor, der Moorfrosch und weitere Pflanzenarten der Roten Liste. Wir sind Pächter der Fläche und arbeiten mit einem Schäfer zusammen, der 45 Bentheimer Landschafe weiden lässt. Wir denken, dass nach 2 Wochen die aufgeschlagenen Bäume abgefressen und der Filz aus Gras und Heide beseitigt ist. So sollen im kommenden Jahr die Orchideen bessere Entwicklungschancen haben.
In diesem Sommer haben wir am Heidesee insgesamt 4 Führungen mit rund 120 Gästen veranstaltet. Eine häufig gestellte Frage war die nach dem Aussehen von Heidschnucken. Die meisten Menschen verbinden Heide mit Heidschnucken, wir haben aber Bentheimer. Um bei kommenden Führungen den Unterschied zeigen zu können, haben wir nun zwei Mutterlämmer der Rasse Weiße Gehörnte Heidschnucke gekauft. Diese Rasse ist ebenfalls stark bedroht und hat ihre Wurzeln in Nordwestdeutschland und auch im Emsland. Wir werden nicht reinrassig züchten, sondern Kreuzungslämmer Heidschnucke x Bentheimer bekommen. Hauptzweck ist aber neben dem Anschauungswert die Hoffnung, dass die Schnucken die Moorbirke gezielt fressen. Unsere Bentheimer mögen sie nicht so gerne wie die Traubenkirsche, die wiederum andere Schafe nicht so gerne fressen.

 
 
 
 



 
23. August    
In den vergangenen Tagen haben wir am Versener Heidesee drei Führungen veranstaltet. Mit dabei waren gut 100 interessierte Gäste, die das Glück hatten, bei bestem Spätsommerwetter den Duft der Heide zu kosten und den Lungenenzian zu sehen.
Am Sonntag, dem 25. August veranstalten wir noch gemeinsam mit dem Nabu eine Fürhung durch die Mansenbergein Berßen. Treffen ist um 15 Uhr am Bahnhof Meppen oder um 15.20 Uhr in der Heide.

 
 
 
 



 
3. August    
In diesem Jahr haben wir Probleme mit einem sehr starken Wachstum von Brombeere und Moorbirke. So weit das zeitlich möglich ist, wird ein Teil gemäht. Bisher sind dabei schon mehr als 20 Arbeitsstunden zusammengekommen.

 
 
 
 


 
2. August    
Der inzwischen sehr seltene Lungenenzian beginnt am Heidesee zu blühen.

 
 


 
28. Juli    
Die 19. Eliteauktion für Bentheimer Landschafe war für unseren Verein ein großer Erfolg. Erstmals haben wir zwei eigene Böcke aufgetrieben und auch verkauft. Ein sehr korrekt gewachsenes Tier mit geradem Rücken und guten Fundamenten ging für 600 Euro an den Tierpark Nordhorn und war damit in der Spitzengruppe der teuersten Jährlingsböcke.
Zu verdanken haben wir diesen Erfolg auch Jens und Hans Holtkamp aus Hamminkeln. Die beiden Berufsschäfer haben in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Erhaltung alter und bedrohter Haustierrassen ein Forschungsprojekt ermöglicht, das von der Uni Gießen und dem Veterinär und Bentheimer-Züchter Henrik Wagner begleitet wurde. IN einer eigens geschaffenen Bockgruppe wurde rund ein Dutzen Bentheimer-Böcke aus verschiedenen Betrieben aufgezogen und zwar unter Bedingungen der Landschaftspflege, vornemlich auf Streuobstwiesen und Deichen. Die Böcke der Zuchtgruppe waren durchweg etwas leichter als ihre Konkurrenz, was aber Schäfern, die mit ihren Herden Landschaftspflege betreiben, eigentlich entgegenkommt.
Vater und Sohn Holtkamp haben die Böcke nicht nur aufgezogen, sondern auch auktionstauglich gemacht und an das Führen am Strick gewöhnt. Henrik Wagner hat die Tiere regelmäßig wissenschaftlich auf Gesundheitszustand und Leistungsfähigkeit untersucht. Endergebnisse des Versuches wird es in absehbarer Zeit geben.
Für unsere Herde haben wir einen Bock des Blekker-Hofes in Uelsen ersteigert. Er gehört zur P-Linie, die wir lange nicht eingesetzt haben. Seit Samstagabend läuft er auf dem Hümmling in der Heide.

 
 
 
 


 
21. Juli    
Wir haben für kurze Zeit einen Konik-Hengst auf einer unserer Weiden. Er gehört der Bürgerinitiative Haselünne, die sich um den dortigen Wacholderhain kümmert. Der Hengst wird zu Zuchtzwecken eingesetzt, muss aber für einige Wochen aus der Herde und es fehlte die Fläche. Bei uns kann er nun einige Zeit bleiben.

 
 


 
12. Juli    
Auf einer 0,7 Hektar kleinen Wiese hat ein Landwirt freundlicherweise für uns bestes Bioheu produziert. 230 kleine Ballen sind der Lohn und bieten eine Futterreserve für schneereiche Winter.
Am Heidesee sind bei warmem Wetter die Bläulinge unterwegs. Weniger positiv ist der Tod eines Bussards. Er lag am See, Todesursache unbekannt.

 
 
 
 


 
13. Juni    
Das Bentheimer Landschaf ist Teil eines bundesweiten Forschungsprogramms gewesen, das die Gesellschaft zur Erhaltung bedrohter Haustierrassen gemeinsam mit der durchgeführt hat. Dabei ging es unter anderem um die Vergleichbarkeit von Böcken aus verschiedenen Haltungsformen, die gemeinsam aufgezogen wurde. Ein erstes Zwischenergebnis: Die Tiere haben sich sehr gleichförmig entwickelt.
Das Forschungsprogramm war vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit 8000 Euro unterstützt worden. Neben den Bentheimer Landschafen werden zum Beispiel auch das Ansbach-Triesdorfer Rind, das Alpine Steinschaf oder das Sachsenhuhn untersucht - insgesamt zehn Haustierrassen.
Projektkoordinator ist der promovierte Tierarzt und Bentheimer-Züchter Henrik Wagner von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und bedrohter Haustierrassen (GEH). Er arbeitet am Klinikum Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen und hat zahlreiche Untersuchungen und eine Feldprüfung an den insgesamt zehn für den Versuch zur Verfügung gestellten Tieren angestellt. Die Böcke waren im Alter von vier bis acht Monaten im Herbst 2012 zu einer Herde zusammengestellt worden und stammten aus sechs Betrieben in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Hans und Jens Holtkamp, seit Jahren passionierte Berufsschäfer, haben die Böcke auf ihrem Betrieb in Hamminkeln im Rheinland dann großgezogen.
"Es ging uns darum zu untersuchen, wie sich die Tiere unterschiedlicher Herkunft in der Landschaftspflege entwickeln", erläuterte Henrik Wagner bei einem Ortstermin Anfang Juni in Hamminkeln. "Die Böcke erhielten kein Kraftfutter und standen im Winter vor allem auf ungedüngten Deichflächen am Rhein." Es gehe also darum, den Einfluss der Aufzuchtbedingungen auf die Leistungen der Tiere vergleichbar zu machen.
Ein Endergebnis der Untersuchung liegt noch nicht vor. Aber es zeichnet sich ab, dass die einzelnen Schafe unterschiedlich anfällig zum Beispiel für Verwurmung sind und trotz gleicher Fütterung über einen längeren Zeitraum noch Unterschiede in der Ausstattung mit Spurenelementen wie Kupfer, Calcium oder Selen aufweisen. Für Hans Holtkamp lag die eigentliche Überraschung in der relativ einheitlichen Entwicklung der Tiere, die bei der Anlieferung noch sehr erhebliche Größen- und Gewichtsunterschiede aufgewiesen hatten.
Bei dem Versuch sind auch zwei Schafe aus unserem Bestand dabei - sie sollen auf der Auktion 2013 aufgetrieben werden.
Die Bundesregierung hatte im Jahr 2003 ihr Nationales Fachprogramm zur Erhaltung und Nutzung tiergenetischer Ressourcen verabschiedet mit dem Ziel, alte Haustierrassen zu erhalten - zum Beispiel als Option für die zukünftige menschliche Ernährung. Ein Bestandteil dieser Strategie sind sogenannte Erhaltungszuchtprogramme, für die es aber laut GEH bis heute keine konkreten Vorgaben gibt. Dies soll mithilfe des GEH-Modell- und Demonstrationsvorhabens "Infrastrukturaufbau für die bundesweite Zucht bestandsgefährdeter Nutztierrassen" möglichst geändert werden.

 
 


 
28. April    
Der Frühling hat endlich halbwegs Einzug gehalten. Neben dem Kuckuck sind derzeit auch Flussregenpfeifer, Kiebitze und Austernfischer am Versener Heidesee. Die Fotos zeigen einige unserer Lämmer.

 
 
 
 


 
20. April    
Nach unserer Generalversammlung vor gut zwei Wochen folgt hier nun unser Jahresbericht:
Der Meppener Landschaftspflegeverein Land Unter e.V. hat Jahresbilanz gezogen. Unter anderem hat er 2012 die von ihm gepflegte Heidefläche um gut einen Hektar erweitert.
Wie der Verein in einer Pressemitteilung berichtet, hat der Landkreis Emsland im vergangenen Jahr ein bisher nicht beweidetes Teilstück des Naturschutzgebietes "Hügelgräberheide bei Groß und Kein Berßen" eingezäunt und von Bäumen befreit. Nun können die Bentheimer Landschafe des Vereins auch hier dafür sorgen, dass sich die alte Heidelandschaft wieder regeneriert - sie ist auf Beweidung angewiesen und auf den Mansenbergen, wie das Gebiet auch heißt, vermutlich seit mehreren Tausend Jahren präsent. Der Verein hatte das 1936 unter Schutz gestellt Gebiet 1996 übernommen und in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Emsland aus einem verbuschten Gebiet wieder eine Heide werden lassen.
Der Verein hat mehr als 130 Mitglieder und im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben mit dem Bau eines Weideunterstandes auf einer Nachbarfläche des Naturschutzgebietes "Verseneer Heidesee" bei Meppen ein für eigene Verhältnisse großes Projekt in Angriff genommen. Dank galt in diesem Zusammenhang den Mitgliedern, die durch Eigenleistung den Bau erst ermöglicht hatten sowie der Staatlichen Moorverwaltung, dem Landkreis Emsland und der Emsländischen Service-Agentur für Beschäftigung, ESBA.
Erfolgreiche war der Verein, der rund 50 Bentheimer Landschafe hält, im vergangenen Jahr mit seiner "Bentheimer Heidebratwurst". Sie wird ausFleisch vom Bentheimer Landschaf und vom Bunten Bentheimer Schwein hergestellt. Mit dem schnell ausverkauften, nur saisonal erhältlichen Wurstprodukt unterstützen Käufer die Erhaltung der beiden seltenen Haustierrassen aus der Region.
Der Verein Land Unter e.V. beweidet mit seinen Schafen rund 34 Hektar Heide in mehreren Naturschutzgebieten bei Meppen und auf dem Hümmling. Auf diesen Flächen leben 36 Tier- und 20 Pflanzenarten der Roten Listen. Die meisten sind auf die Beweidung der Heide angewiesen, das sie nur durch diese Pflege nicht wieder zu Wald wird.
Das Bentheimer Landschaf ist vor rund 150 Jahren in der Grafschaft Bentheim und dem Emsland gezüchtet worden und stand zwischenzeitlich vor dem akuten Aus. Heute gibt es zwar wieder mehr als 2000 Zucht- und 10000 Gebrauchstiere, die Rasse ist aber noch immer im Bestand bedroht.
Wir danken besonders Christine und Bernadette Gels, die uns immer wieder auf dem Meppener Kossehof ein festliches Essen zaubern. In diesem Jahr gab es neben Blumen auch einen Apfelbaum der Sorte "Bödikers Goldrenette". Das Foto zeigt sie zusammen mit unserem Kassenwart Jürgen Scholz.

 
 


 
3. März    
Am Heidesee haben wir eine tote Kreuzotter gefunden. Eventuell ist diese sehr seltene Schlange etwas zu früh aus dem Winterschlaf gekommen und dann bei einem Kälteeinbruch gestorben.

Der Schlosskeller Clemenswerth hat unsere Bentheimer Heidebratwurt und Gutes vom Bentheimer Lamm im Angebot. Hier ist der Link zum Schlosskeller:

Schlosskeller Clemenswerth


 
16. Februar    
Ein paar neue Fotos von unseren Winterlämmern.

 
 
 
 
 
Die Projektgruppe Naturschutz des Naturschutzbundes im Altkreis Meppen hat zwei Samstag lang eine mehr als einen Hektar große Fläche im Naturpark Moor entkusselt. Es handelt sich um einen Hochmoorrest, der nicht wiedervernässt werden kann und beweidet werden soll. Um die dort lebenden sehr seltenen Pflanzen zu fördern, wurde schon mal das Gehölz entfernt.
 


 
22. Januar    
Der Winter hat auch im Emsland zugeschlagen - Schnee so weit das Auge reicht. Den Schafen macht er nichts aus, sie schlafen weiter im Freien, obwohl sie in den neuen Stall könnten. Der Schnee auf ihrem Fell schmilzt nicht, so gut sind die Tiere durch ihre Wolle isoliert.
Erfreulicherweise haben wir ein erste Lamm zu vermelden.Wir hatten im vergangenen JAhr einige Schafe früher decken lassen, um möglicherweise ein paar Lammböcke auf der Auktion in Uelsen vorstellen zu können. Der größte Teil unserer Lämmer soll aber weiter erst Ende März/Anfang APril geboren werden. Nun haben wir ein erstes Mutterlamm von einem sehr schreckhaften, erstgebärenden jungen Schaf.
 
 


 
 
 
 
 
 








 
 
 

 

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© Land unter e. V. Zuschläge 5a, 49716 Meppen Fotos und Layout: Tobias Böckermann