15. November 2022
Bei einem Feuer in einem Maschinenbaubetrieb in Meppen sind auch hunderte Bücher verbrannt, die der Emsländische Heimatbund dorthin ausgerechnet aus Sorge vor einem Feuer an der bisherigen Lagerstätte ausgelagert hatte. Dabei ist auch der Restbestand des Buches über das Bentheimer Landschaf und des Buches über die Bunten Bentheimer Schweine verbrannt. Von beiden sind nur noch gut ein Dutzend Exemplare vorhanden, die noch über diese Seite bestellt werden können.
12. Oktober 2022
Organisiert, beantragt und finanziert durch den Landkreis Emsland haben die Firmen Highland Stall & Weide aus Sottrum und Fortwengel aus Spahnharrenstätte haben nach längerer Vorbereitung ziemlich genau einen Kilometer wolfsabweisenden Zaun im Bokeloher Beel gebaut. Damit sind nun alle unserer Beweidungsgebiete neu eingezäunt. Herzlichen Dank an alle Beteiligten.
Die Schafe sind direkt am Tag nach der Fertigstellung auf die Weide gekommen.
27. September 2022
Beim Kongress zur Zucht und Erhaltung alter und bedrohter einheimischer Nutztierrassen im ehemaligen Bundestag in Bonn (World Conference Center), veranstaltet vom Bundeslandwirtschaftsministerium, hat unser Vorstandsmitglied Tobias Böckermann einen Vortrag zum Thema "Landschaftspföege mit 50 Bentheimer Landschafen im Wolfsgebiet - Geht das zusammen?" gehalten. Etwa 250 Teilnehmer haben sich an der dreitägigen Veranstaltung beteiligt, in der es in mehreren Themenblöcken ganzheitlich um die Zukunft von alten Rassen aus allen Bereichen ging - also um Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Geflügel, Pferde und Bienen.
Ein umfangreicher Tagungsband wird darüber berichten. Der Vortrag beschäftigte sich vor allem mit den enormen Kosten und dem hohen Aufwand, den unser Verein für den Schutz gegen Wolfsübergriffe betreibt und um die Frage, ob das jeder Schafhalter in Deutschland auch so machen könnte. (Foto: Frauke Muth, Deutsche Schafzucht).
4. September 2022
Am Heidesee hat unsere Generalversammlung stattgefunden.
Ein Bericht.
Der Meppener Naturschutzverein Land Unter e.V. hat ein neues Bauprojekt abgeschlossen: Eine Remise, die auch dem Schutz vor Wölfen dienen soll.
Wie der Verein in einer Pressemitteilung berichtete, hat das Gebäude inklusive Nebenkosten rund 48.000 Euro gekostet. Die 13 mal 6,70 Meter große und 4,20 Meter hohe Remise ist durch Tore komplett verschließbar, bietet aber im Notfall Platz, um die Schafherde des Vereins für kurze Zeit nachts unterzubringen.
Der Notfall träte dann ein, wenn ein Wolf die Bentheimer Landschafe des Vereins auf einer der fünf im mittleren Emsland verteilten Projektflächen angriffe, berichtete Vereinsvorsitzender Tobias Böckermann jetzt rund 35 Freunden und Mitgliedern des 140 Mitstreiter umfassenden Vereins. Denn spätestens zum Jahresende seien alle fünf Naturschutzgebiete, die mit Schafen und Ziegen beweidet werden, wolfsabweisende Zäune errichtet worden. Weil aber einige wenige Wölfe in der Lage seien, auch diese in der Regel Strom führenden Zäune zu überwinden, benötige man in derartigen Fällen einen sicheren Rückzugsraum, in dem die Tiere 10 bis 14 Tage lang untergestellt werden könnten. Denn Wölfe kehrten nicht selten zum Ort eines Beuterisses zurück.
Deshalb sei vor zwei Jahren die Notwendigkeit zum Bau einer Remise gesehen und in entsprechende Planungen umgesetzt worden, sagte der Vorsitzende. Einen entsprechend großen Stall habe der Verein nicht. In normalen Zeiten, also ohne Wolfsangriff, diene die neue Remise als Stellplatz für Vereinsutensilien und als Ausgangspunkt für Führungen zum Heidesee, sowie als Werkstatt.
Der Verein hat nach eigenen Angaben für den Bau der Remise eine Förderzusage durch die Leader Naturpark-Region „Moor ohne Grenzen“ in Höhe von 20.000 Euro erhalten. Außerdem stellt die Stadt Meppen 5000 Euro zur Verfügung. Der Eigenanteil des gemeinnützigen Vereins liegt demnach bei 23.000 Euro, zu denen erhebliche Eigenleistungen bei Bodenarbeiten und Pflasterung hinzukämen.
Der Verein dankte der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Naturparkregion für die Förderzusage, vertreten wurde sie durch deren Leiter, den Bürgermeister der Gemeinde Geeste, Helmut Höke, sowie der Stadt Meppen, vertreten durch den stellvertretenden Bürgermeister Gerd Gels. Großer Dank galt neben dem Unternehmen Engbers und Söhne aus Twist auch jenen Vereinsmitgliedern, die das Projekt unter anderem durch Planung und Organisation sowie durch Eigenleistung erst ermöglicht hätten, unter ihnen Alfons Cordes aus Lathen und Thomas Steffens aus Meppen.
Das Bauunternehmen Ahrens aus Lathen hat das Gebäude aus unbehandeltem Lärchenholz errichtet. Lüftungsfächer mit im Stallbau üblichen Windschutznetzen dienen der Belüftung, ausgeführt durch das Harener Unternehmen Germing. Ein Loch hat die Remise im Giebel: Hier sollen Schleiereulen einfliegen können und in einem eigens aufgehängten Nistkasten vielleicht eine Heimat finden.
Allein im und um den See leben mehr als 100 Tier- und Pflanzenarten, die auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten geführt werden und die zum Teil nur noch an sehr wenigen Standorten in ganz Deutschland vorkommen. Der Verein kooperiert nicht dankbar nur mit Landkreis Emsland, Staatlicher Moorverwaltung und dem Naturpark Moor, sondern auch mit Wissenschaftlern unterschiedlicher Gebiete.
1. September 2022
Leider macht uns der Klimawandel mit seiner ganzen Wucht zu schaffen: Wir erleben in diesem Jahr die vierte Dürre in den vergangenen fünf Jahren. Nachdem das Frühjahr bereits phasenweise sehr trocken war, hatte sich im Frühsommer ausreichend Regen eingestellt.
Nun aber fällt seit zwei Monaten praktisch kein Tropfen, vor allem die Mansenberge sind massiv betroffen, auch unsere Fläche in Bokeloh ist ausgedörrt. Viele Erfolge der Heideverjüngung, gerade auf den Mansenbergen, werden in diesen Tagen zunichte gemacht.
26. Juni 2022
Ein paar Dinge in der Zusammenfassung als Bildergalerie. Die Hauptherde ist geschoren.
19. Juni 2022
Wir haben uns am Tag des offenen Hofes im Emsland beteiligt. Als Teil der Kiek moal in-Tour des Naturparkes Moor gab es eine kleine Führung mit etwa 20 Teilnehmenden.
2. Juni 2022
Das kommt jetzt überraschend: Ein Wiedehopf hält sich am Versener Heidesee auf. Seit ein paar Tagen lässt er seinen Balzruf ertönen, ist aber offensichtlich (noch) allein.
Der Widehopf ist der Vogel des Jahres 2022 (siehe NABU-Kampagne) und galt in Niedersachsen noch vor einigen JAhren als extrem selten. Nur eine Handvoll Brutpaare fristete in der Lüneburger Heide ein einsames Dasein.
Aber der Wiedehopf gilt als einer der wenigen Profiteure der Klimaerwärmung, weil er warme, trockene Lebensräume liebt. Dort sucht er nach seiner Nahrung, vor allem Insekten und deren Larven, die er gerne am Boden jagt.
Was uns besonders freut: Einst war der Wiedehopf zwar ein seltener, aber doch bekannter Brutvogel im Emsland und zwar ausdrücklich als Kulturfolger im Rahmen der Schafhaltung. In den Sandheiden des Emslands fand er einen guten Lebensraum, die Schafe sorgten mit ihrem Dung, dem Erhalt des kurzrasigen Lebensraumes und dem Aufscheuchen von Insekten für einen reich gedeckten Tisch.
Über Jahrzehnte war der Wiedehopf im Emsland verschwunden, zuletzt hatte man ihn in den 1950er Jahren unter anderem in Holte angetroffen. Um die Wende des 19./20. Jahrhunderts kannte man ihn aber u.a. aus Meppen, Lingen, Haselünne oder der Engdener Wüste in der Grafschaft Bentheim.
Aktuell wird der Wiedehopf in Niedersachsen als stark gefährdet (Rote Liste 2) eingestuft. Sein Bestand nimmt aber offenbar deutlich zu. Es gibt wohl einige Brutpaare in Ostfriesland, außerdem in den Niederlanden, rund 100 km vom Emsland entfernt.
Woher der Einzelvogel am Heidesee kommt, ist unklar. Er lässt sich nicht gern blicken, man kann ihn meisten nur hören. Um ihm das Bleiben schmackhaft zu machen, hat uns Jens Göken von der JVA Meppen-Versen in der Lehrwerkstatt dankenswerterweise umgehend einen Nistkasten gebaut. Nur wenige Stunden nach dem Anbringen an eine Birke inspizierte der Wiedehopf den Kasten.
Dass er bleiben und eine Partnerin finden wird, ist vermutlich unwahrscheinlich. Aber die Möglichkeit wäre da.
Foto: NABU/CEWE/Andrea Franz
9. April 2022
Das Pflastern war ein voller Erfolg - vielen Dank an alle fleißigen Helferinnen und Helfer. Rund 20 Vereinsmitglieder und Unterstützer haben rund 200 Quadratmeter gepflastert. In der neuen Remise und davor.
Die Steine stammen von einem Schulhof, der neu gestaltet wurde, sind also klimafreundlich, da recycelt. Vielen Dank schon mal an Alfons Cordes für die Organisation und an das Unternehmen Engbers und Söhne, das uns ein Großgerät kostenlos zur Verfügung gestellt hat.
Mehr zur Aktion später hier.
8. Januar 2022
Das neue Jahr beginnt mit guten Nachrichten: Wir haben eine Spende in Höhe von 3000 Euro bekommen. Ermöglicht wurde die Spende durch den Verkauf des Buches "Wimmel-Max und Wimmel-Biene" unter anderem in den deutschen Filialen des Lebensmittel-Discounters Lidl. Das Buch soll Kinder über die moderne Landwirtschaft aufklären und 5 Euro pro verkauftem Buch fließen an Vereine mit landwirtschaftlichem Hintergrund.
Wir konnten die Jury mit unserer historischen Kobimkerei überzeugen und erhalten 3000 Euro für den Kauf einer Honigpresse. Vielen Dank an den Wimmel-Max-Verlag. Das Foto zeigt unser Vorstandsmitglied (und Imker) Günter Wester mit Andrea Raafkes, Geschäftsführerin von Wimmel-Max.
Mehr dazu hier.